Der EAN Data Matrix ist der jüngste unter den GS1-Codes. Anders als die bisher genannten GS1-Symbologien handelt es sich bei ihm um eine 2D-Symbologie, in der sehr viele Informationen auf sehr kleinem Platz codiert werden können. Als zweidimensionaler Code ist der EAN Data Matrix nur für Anwendungen geeignet, bei denen entsprechende Lesesysteme zum Einsatz kommen. Diese basieren auf modernen Bildverarbeitungstechnologien, weshalb sie auch als Imagescanner bezeichnet werden. Der Vorteil der 2D-Scanner ist, dass sie sowohl lineare als auch 2D-Codes lesen können und damit universell einsetzbar sind. Auch das Preisverhältnis von Imagescannern zu linearen Scannern hat sich inzwischen angenähert, sodass es nicht mehr als Hindernis für eine Implementierung gesehen wird. Der EAN Data Matrix dringt in Anwendungswelten vor, in denen keine Kompatibilität mit den bereits getätigten Investitionen am PoS gefordert ist. Besonders hervorzuheben ist, dass der EAN Data Matrix dazu genutzt werden kann, Produkte, Komponenten oder einzelne Teile direkt zu markieren. Dazu wird der Code in die Oberfläche geätzt, gelasert oder ähnliches, sodass eine dauerhafte Kennzeichnung des Objekts selbst unter rauen Bedingungen besteht (zum Beispiel bei ölverschmutzten industriellen Anwendungen oder der Witterung ausgesetzten Langzeitanwendungen – kurz überall dort, wo konventionelle Strichcodes überfordert sein könnten). Zusammengefasst sind folgende Besonderheiten zu nennen: Sehr kleine, platzsparende Symbologie Hohe Datenkapazität (bis zu 3116 Zeichen codierbar), Robust im Druck- und Lesevorgang, Auto-Korrektur-Mechanismus (Reed-Solomon), Resistenz gegenüber rauer Außenumgebung, Geeignet für Direktmarkierung, weltweit geschützte GS1-Symbologie (ISO/IEC 16022)