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Best-Practice für den Einsatz von 2D DataMatrix-Codes

  • Von Chris Thorpe
  • Juli 16, 2016
  • Lebensmittel
  • Life-Sciences

2D DataMatrix-Codes gewinnen für Hersteller, Einzelhändler und Verbraucher zunehmend an Bedeutung. Sie verbessern die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette. Darüber hinaus bieten sie Herstellern eine sehr persönliche Ansprache die Ihnen die Möglichkeit einer Interaktion mit den Endverbrauchern bietet.  2D DataMatrix-Codes mögen zwar einfach aussehen, doch deren korrekte Anwendung ist jedoch mehr als nur schwarz und weiß.  Hier erfahren Sie, was Sie über die effiziente, effektive Verwendung von 2D-Barcodes wissen müssen. 

Was ist eine 2D-DataMatrix?

Einer der größten Vorteile von 2D-DataMatrix-Codes besteht – je nach Einsatzgebiet – in ihrer einfachen Lesbarkeit. Sie bieten Herstellern die Möglichkeit, eine Vielzahl von Informationen in ein sehr kleines Symbol zu packen, das mit einem Scanner oder sogar einem Smartphone decodiert werden kann. Sie sorgen für eine höhere Transparenz und Effizienz in der Lieferkette. Außerdem geben Sie Herstellern eine neue Möglichkeit, mit ihren Endkunden zu interagieren – sei es um zusätzliche Nährwertinformationen auf Lebensmittelverpackungen bereitzustellen, die Sicherheit zu erhöhen oder zur Teilnahme an einem Gewinnspiel aufzufordern.

Beim Einsatz von 2D-DataMatrix-Codes muss jedoch einiges berücksichtigt werden. Damit Sie die geeignete Technologie auswählen und effizient codieren können, müssen Sie Ihre Geschäftsanforderungen, Ihre Verpackungsmaterialien und die vorhandene Technologie in Ihren Fertigungslinien berücksichtigen. Nutzen Sie eine falsche Technologie zur Aufbringung Ihrer 2D-DataMatrix-Codes kann dies steigende Kosten oder Probleme bei der Decodierung der Daten zur Folge haben – im schlimmsten Fall können Sie damit jedoch gegen das Gesetz verstoßen.

Hier ein paar einfache Richtlinien:

Größe 

Auch wenn 2D-DataMatrix-Codes klein sind, beinhalten sie jedoch eine große Datenkapazität. Hersteller können so umfassende Rückverfolgbarkeitsdaten aufbringen, ohne das Erscheinungsbild der Produktverpackung zu zerstören. Im Allgemeinen kann man sagen, je mehr Daten Sie hineinpacken desto größer ist Ihre DataMatrix.  Wichtig ist sicherzustellen, dass die in den GS1-Richtlinien vorgegebene X-Dimension eingehalten wird, um zu vermeiden, dass Produkte bei der Prüfung des Codes gegen den ISO 15415 Standard verstoßen und ausgemustert warden.


Form 

Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass die meisten 2D-Barcodes quadratisch sind. Das ist das gängigste Format und ermöglicht die Codierung der größtmöglichen Datenmenge. Es kann auch ein rechteckiges Format verwendet werden. Das kann in Hochgeschwindigkeits-Fertigungslinien von Vorteil sein.

Platzierung

Ganz gleich, ob es darum geht, im Supermarktregal aufzufallen oder Industriebestimmungen zu erfüllen – jeder Hersteller weiß, wie wichtig das Verpackungsdesign ist. Bei der Platzierung Ihrer 2D-Matrix auf Ihrem Produkt unterliegen Sie jedoch gewissen Einschränkungen. Dennoch ist die Platzierung entscheidend. Wenn Sie Ihr Symbol auf Falten, Nähte oder Wölbungen der Verpackung drucken, kann es zu Problemen bei der Scan-Performance kommen. Des Weiteren sollte das Symbol von einer so genannten Ruhezone umgeben sein – ein heller Bereich rund um die DataMatrix, der keine grafischen Elemente enthält. So können Scanner den Code besser erkennen und dekodieren. Abschließend ist zu empfehlen, in der Nähe des Symbols eine Interpretation Ihrer DataMatrix in Klarschrift zu drucken, und zwar so nahe am Symbol, dass die Zeichen eindeutig mit der Matrix assoziiert werden.

Farben und Kontrast 

Die Markenfarben spielen eine immense Rolle bei der visuellen Identität.  Diese Farben für Ihre DataMatrix zu verwenden, kann jedoch unklug sein. Damit Symbole wirksam decodiert werden können, ist ein hoher Kontrast zwischen den beiden im Symbol verwendeten Farben erforderlich. Daher ist der überwiegende Teil der 2D DataMatrix-Codes schwarz-weiß – dies ist die beste Farbkombination. Andere Farben – wie Dunkelgrün oder Dunkelblau – können auch verwendet werden. Beachten Sie jedoch, dass einige Scanner mit rotem Licht arbeiten und Rot als Weiß bewerten.

In den dunklen Bereichen sollten einfarbige, dunkle Farben eingesetzt werden (Schwarz, Blau oder Farben mit einem hohen Schwarzanteil). Vermeiden Sie Zwischenfarben – Farben, die weder hell noch dunkel sind – sowie stark reflektierende Tinten, die bei Scannern eine Spiegelung erzeugen. Bei glänzenden Oberflächen sowie durchsichtigen Verpackungen können ebenfalls Kontrastprobleme auftreten.

Produktoberflächen

Vom Skalpell bis zur Würstchenverpackung: Die heutigen Drucktechnologien machen es möglich, 2D DataMatrix-Codes auf praktisch alle Produkte und Verpackungen aufzubringen – direkt an der Fertigungslinie. Je nach Produktoberfläche empfehlen sich unterschiedliche Drucktechnologien. Um die Qualität Ihrer Zeichen zu verbessern und Druckfehler zu vermeiden, müssen Sie Ihr Produkt, Ihre Verpackung und Ihre Geschäftsanforderungen berücksichtigen. Damit können Sie die Technologie finden, die am besten passt.

Die Drucktechnologien, die sich am besten für den Druck von DataMatrix-Codes eignen, sind Thermo-Tintenstrahldruck, Thermotransferdruck und Lasergravur.

Thermo-Tintenstrahldruck 

Je nach dem von Ihnen eingesetzten Substrat, ist der Thermo-Tintenstrahdruck wahrscheinlich die beste Lösung zur Aufbringung von 2D-DataMatrix-Codes. Bei diesen Druckern wird die Tinte erhitzt und auf die Verpackung aufgebracht. Sie eignen sich hervorragend für Fertigungslinien mit hoher Auslastung, bei denen Geschwindigkeit entscheidend ist – und sie funktionieren auf einer Vielzahl von Produktoberflächen mit extrem niedrigen Betriebskosten.

Thermotransferdruck 

Der Thermotransferdruck (TTO) eignet sich am besten für den Druck auf flexiblen Verpackungen und Aufklebern. Beim Thermotransferdruck wird Wärme auf ein mit spezieller Tinte beschichtetes Band übertragen, das dann das Bild auf das Etikett überträgt Die Auswahl des Bands hängt von der Art der Produktoberfläche und von der Konfiguration des Druckkopfs ab. Die Druckqualität wird von Wärmeenergie, Druckgeschwindigkeit und Druck beeinflusst.

Lasergravur:

Bei der Lasergravur werden Produkte mit präzise gesteuerten Lasern dauerhaft markiert. Die Leistung des Lasers muss auf das Druckvolumen sowie die Druckgeschwindigkeit eingestellt werden. Auch an die Produktoberfläche muss die Leistung angepasst werden. Normalerweise liegt diese im Bereich zwischen 10 und 100 Watt. Lasertechnologie eignet sich für die meisten Produktoberflächen, einschließlich Metall. Die Codequalität ist im Allgemeinen jedoch niedriger als beim Thermo-Tintenstrahldruck oder Thermotransferdruck.

Codiersoftware 

Die Erzeugung von 2D-DataMatrix-Codes erfordert eine spezielle Software. Es stehen viele unterschiedliche Optionen zur Verfügung: Einige integriert im Druckgerät, andere extern und davon getrennt. Achten Sie darauf, dass die Software die DataMatrix-Codes in Übereinstimmung mit der Norm ISO/IEC 16022 erzeugen kann. Darüber hinaus sollten Sie den Hersteller fragen, ob Ihre Software an erster Stelle FNC1-Zeichen setzen kann.

Konformität

Die Wirksamkeit jedes Codes hängt von seiner Interpretierbarkeit ab. Aus diesem Grund sind Druckqualität und Kontrast so enorm wichtig. Entscheidend ist jedoch auch, dass Ihre Handelspartner ein einheitliches System einsetzen. Anderenfalls müssen Ihre Produkte innerhalb der Lieferkette eventuell neu etikettiert werden. 2D-DataMatrix-Codes unterstützen verschiedene Codierungsstrukturen. Das beste Verfahren ist jedoch, bei der Codierung eine Teilmenge aus ISO/IEC 646 zu verwenden (vergleichbar mit ASCII). Dieser Zeichensatz wird von beinahe allen weltweit verfügbaren Computersystemen unterstützt und stellt somit sicher, dass Ihre Zeichen in der gesamten Lieferkette decodiert werden können – von der Fertigungslinie bis hin zum Endverbraucher. Möchten Sie mehr erfahren? Eine umfassende Anleitung zur 2D-DataMatrix Best-Practice finden Sie in den GS1-DataMatrix-Leitlinien  





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