Die Wahl des passenden 2D-Codes hängt von den Anforderungen an Datenmenge, Rückverfolgbarkeit und Einsatzbereich ab:
Der Data-Matrix-Code (DMC) eignet sich besonders für Produkte mit begrenztem Platzangebot und hohen Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit. Er wird häufig in den Bereichen Maschinenbau, Elektronik sowie Pharma- und Medizintechnik eingesetzt. Für regulierte Branchen, wie die Life-Sciences-Industrie, wird oft der GS1 Data-Matrix-Code verwendet, der Produkt-, Chargen- und Seriennummern sowie Verfallsdaten standardisiert abbildet und die Anforderungen von Vorschriften wie UDI oder FMD erfüllt.
QR-Codes haben sich hingegen als Standard für verbraucherorientierte Anwendungen etabliert, beispielsweise für Produktinformationen, digitale Inhalte, Marketingaktionen oder die direkte Verlinkung zu Webseiten, da sie unkompliziert per Smartphone ausgelesen werden können.
Der GS1 Digital Link verbindet die physische Produktkennzeichnung mit digitalen Informationen. Ein einziger Code kann sowohl von Kassensystemen und der Lieferkette als auch von Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt werden. Dadurch lassen sich Produktinformationen, Rückverfolgbarkeit, Sicherheitsdaten und digitale Services in einem einzigen 2D-Code bündeln.
Der DotCode wurde speziell für sehr schnelle Produktionslinien entwickelt und ermöglicht die Serialisierung einzelner Produkte auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten. Er kommt insbesondere in der Tabakindustrie zum Einsatz, wo internationale GS1-Standards die Rückverfolgbarkeit und den Fälschungsschutz unterstützen.
Faustregel: Für kompakte und regulierte Produktkennzeichnungen ist der Data-Matrix-Code die erste Wahl, für Hochgeschwindigkeitsanwendungen der DotCode, für verbraucherorientierte Anwendungen der QR-Code und für die Verbindung von Produkt-, Lieferketten- und Verbraucherinformationen der GS1 Digital Link.