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Was ist der Unterschied zwischen Primär- und Sekundärverpackungen?

  • Von Chris Thorpe
  • Mai 18, 2016
  • Reinigungsprodukte
  • Getränke
  • Schönheitspflege
  • Lebensmittel
  • Life-Sciences
  • Tabakwaren
  • Industrieller Bereich

Was ist eine Primärverpackung?

Die Primärverpackung ist die Verpackung, die Ihr Produkt tatsächlich umgibt, die letzte Trennung Ihres Produkts von der Außenwelt. Beispiele sind Chipstüten, Weinflaschen, Dosen oder die Verpackungsfolie eines Schokoriegels. In manchen Fällen wird die Primärverpackung vollständig entfernt (z. B. Sandwich-Verpackungen), in anderen bleibt sie erhalten (z. B. Weinflaschen). In der Welt der schnelllebigen Kosumgüter (FMCG) gibt es sie jedoch beinahe immer.  

Was ist eine Sekundär- und Tertiärverpackung?

Die nächste Verpackungsstufe heißt Sekundärverpackung. Das kann eine Multipack-Tüte mit einzelnen Chipstüten sein, eine Schrumpffolie, die Getränkekartons zusammenhält, oder ein Karton, der Bierdosen enthält.

Die Tertiärverpackung ist die dritte Verpackungsstufe, die der Verbraucher, außer bei Billig-Discountern, nur selten zu sehen bekommt. Damit bezeichnet man die in Schrumpffolie verpackten Paletten, auf denen Produkte üblicherweise über Verteilerzentren vom Hersteller zum Einzelhändler geliefert warden.

Kehren wir nun zurück zu einem Bespiel, dem Wein. Der Wein selbst wird in Flaschen abgefüllt (Primärverpackung). Eine Anzahl Flaschen wird in einem Karton verpackt (Sekundärverpackung), mehrere Kartons werden ihrerseits auf eine Palette geladen und zum Transport mit Schrumpffolie umwickelt (Tertiärverpackung).


Warum ist Kennzeichnung wichtig?

Damit Produkte entlang der Lieferkette verfolgt werden können, muss jede Verpackungsstufe (und manchmal sogar das Produkt selbst, beispielsweise Eier) mit einem Code gekennzeichnet sein, der das Produkt identifiziert und Informationen über dessen Herkunft und Echtheit bereitstellt. Normalerweise erfolgt dies in Form eines Barcodes, kann allerdings auch mit einem moderneren, maschinenlesbaren Code wie einem 2D DataMatrix oder einen QR-Code erfolgen.

Die Auswahl an Codierungstechnologien ist vielfältig

Es gibt keine Universaltechnologie, die sich für die Codierung jeder einzelnen Verpackungsart eignet – auch wenn bestimmte Anbieter dies behaupten. Unterschiedliche Drucktechnologien eignen sich für unterschiedliche Produktoberflächen und Verpackungsumgebungen. Lasercodierer können beispielsweise unauslöschliche Serien- und Chargennummern, Barcodes und 2D-DataMatrix-Codes in hohem Tempo erzeugen. Bei bestimmten Verpackungsmaterialien erreicht die Markierung aber keinen hohen Kontrast.

Tintenstrahldrucker dagegen sind unglaublich vielseitig. Mit ihnen können verschiedenste Produkte und Verpackungsarten dank einer breiten Palette an Tintentypen gekennzeichnet werden, und das in ebenso vielfältigen Fertigungsumgebungen. Andere Technologien wie Wax-Jet-Drucker haben den Nachteil häufiger Ausfallzeiten. Auf der anderen Seite hängt die Qualität der mit Thermo-Tintenstrahldruckern erzeugten Codes davon ab, wie Ihre Produkte am Druckkopf an der Fertigungslinie vorbeigeführt werden. So können Probleme auftreten, wenn sich die zu codierende Verpackung bewegt und instabil ist.

Wichtig ist auch zu bedenken, dass die Codierungsanforderungen für Primärverpackungen andere sind als für Tertiärverpackungen. Während die Codierung auf Primärverpackungen generell kratzfest und unauslöschlich sein muss, stehen bei Tertiärverpackungen Einheitlichkeit und Lesbarkeit im Vordergrund. Dafür eignet sich häufig ein Etikettendruckspender, mit dem ein Klebeetikett bedruckt und auf die Außenseite eines Trays, eines Kartons oder einer Schrumpffolie, die Produkte oder eine Palette umgibt, aufgebracht wird.

So finden Sie die richtige Technologie für Ihr Unternehmen

Wenn Sie Ihre Fertigungslinie mit der geeigneten Codierungstechnologie ausstatten, steigern Sie die Fertigungseffizienz und stellen sicher, dass Ihre Codes ihren Zweck erfüllen. Damit Sie die, für Ihr Unternehmen am besten geeignete, Technologie finden, müssen Sie sich über Ihre Anforderungen im Klaren sein. In welcher Art von Fertigungsumgebung arbeiten Sie? Sind regelmäßige Reinigungen mit Wasser erforderlich? Kommen Sirup-, Zucker- oder Ölverschmutzungen vor?

Außerdem muss das Tempo der Fertigungslinie berücksichtigt werden – nicht alle Codierungstechnologien eignen sich für hohe Geschwindigkeiten. Doch das sind längst nicht alle Variablen. Benötigen Sie die Flexibilität, unterschiedliche Oberflächen bedrucken zu können, oder arbeiten Sie immer mit den gleichen Verpackungsmaterialien? Müssen spezifische Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften hinsichtlich der Installation (Schutzvorrichtungen) oder Tinte (Eindringen in Lebensmittel) berücksichtigt werden? Benötigen Sie Software, die automatisch eindeutige Codes auf Artikelebene erzeugt? Müssen Sie kurzfristig flexibel sein oder wird die Fertigungslinie auf Dauer eingerichtet?

All das sind wichtige Fragen, die Sie beantworten müssen. Angesichts der optimierten Effizienz und Gesamtbedeutung für den Produktionswert, die geeignete Anlagen ermöglichen, lohnt es sich jedoch, sich in einer frühen Projektphase ausreichend Zeit zu nehmen, um die genauen Anforderungen an die Codierung zu definieren.

Verwirrt? Es ist eine wichtige Entscheidung …

Wie Sie sehen, müssen bei der Auswahl einer Codiertechnologie viele Variablen berücksichtigt werden. Es ist nicht damit getan, eine Liste von Vor- und Nachteilen abzuwägen – der Teufel steckt vielmehr im Detail. Sie müssen beachten, wie gut die von Ihnen gewählte Technologie zu den einzelnen Komponenten Ihrer Fertigungslinie und Ihres Unternehmens passt. Wenn Sie die Unterstützung eines Fachmanns benötigen, wenden Sie sich an unsere Spezialisten und reden Sie mit ihnen über Ihre Anwendung.

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